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  • Jana Casotti JC

Was Liebe kann...

…das kann ich auch. Und genau da setze ich meine heutige Kolumne an. Wir alle könnten in Liebe miteinander leben. Doch dafür bedarf es ein Mass an Selbstkonfrontation. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Ist nämlich nicht im Aussen der Feind, sondern in dir. Oder liebst und respektierst du dich genauso wie du bist? Wenn ja, geiler Scheiss. Wenn nein, dann kannst du aufhören im Aussen danach zu suchen, der Schatz ist in dir. Erkennst du dich als wertvoll, grossartig, wundervoll so wie du bist. Bist du frei. Du brauchst nichts mehr, beziehst nicht mehr, bist mit dir verbunden und scheisst dich was auf die Menschen, die dich nicht würdigen. Bist du doch in der Selbstliebe. Oh ja ich weiss es klingt wie ein Märchen. Ist es aber nicht. Das weiss ich jetzt. Denn es hat funktioniert. Mein Weg hat funktioniert. Ich bin wieder zurück in meiner Welt, bei mir, in mir daheim. Die Wurzel allen Übels Kein Mensch hat mich jemals beschissener behandelt als ich mich selbst. Oh ja! Was für eine Wahrheit! Es gab kein grösseres Arschloch als ich selbst, das ins Aussen projiziert wurde und mich demütigte, verurteilte, kritisierte. Kein Mensch konnte zynischer, abgefuckter mit mir sprechen, wenn ich vor dem Spiegel stand, mich selbst sah, mir selbst zuhörte, meine eigenen Erwartungen nicht erfüllen konnte. Die Messlatte war immens hoch. Keiner konnte ihr das Wasser reichen, niemand hatte das Recht, sie tiefer zu hängen. Ging es doch meinem inneren Kritiker darum, nicht menschlich, sondern perfekt zu sein. Eine Maschine, die funktioniert und einem Bild entspricht, das verheissungsvoll nach Liebe, Zuneigung, Wertschätzung und Anerkennung sucht. Eine Perfektion, die nicht erreicht werden kann, aber dennoch angestrebt wird, um zu gefallen. Das war ich. Ein Wichser (die weibliche Form klingt komisch) vor dem Herrn. Oh ich kenne alle gemeinen Ausdrücke mich zu degradieren, klein zu machen und mich unter den Scheffel zu stellen. Ich durfte mich erleben in all meiner Schwärze und mich dafür akzeptieren. Ja aber was hat das mit Selbstliebe und Respekt zu tun? Alles und Nichts! Ohne die reine Akzeptanz der eigenen Verurteilungen kann sie sich nicht erlösen. Geht nicht. Denn je mehr ich dagegen ankämpfte, umso grösser und stärker wurde das Urteil, der Widerstand. Also liess ich geschehen und gab mich meiner eigenen Abgefucktheit hin. Ja das hat funktioniert. Bis heute. Und jetzt bin ich frei. Die neue Zeit schenkt uns Bewusstsein Jahrelang suchte ich nach der Lösung für die Erlösung. Bis ich erkannte, die Lösung ist in mir. Mein Atem, mein Loslassen, reine Aufmerksamkeit und schliesslich Energie ist wandelbar. So ging ich meinen Weg und erlöste täglich Gedanken und Gefühle. Es war ein Wettlauf mit der Zeit. Ich wusste nicht was ich tat, aber ich musste es tun, da es für mich keine andere Option gab. Verrückt und gleichzeitig in absoluter Ordnung. Ein Paradoxon ergab das Andere. Denn ich fand Sicherheit in der Unsicherheit und Loslassen im Festhalten und Stabilität in der Instabilität. Alles ergab Sinn und doch keinen. Meine Ratio strauchelte, fiel, raffte sich auf, bekam Kraft, fiel wieder, usw. bis JETZT. Der Tag, an dem sie erkennen durfte, dass es nur eine Führung in mir gibt, die meines Herzens. Ich weiss, ich kann nicht mehr zurück in eine Welt voller Hass, Zweifel, Angst. Obwohl sie ein Teil von mir ist und auch immer sein wird. Aber Liebe beobachtet nur, akzeptiert und hält sich zurück. Ausser sie möchte gesehen werden, gefühlt werden. Dann ist sie präsent. Sonst nicht. Also falls du in deiner Welt mit dir konfrontiert wirst und davon gehe ich aus, weil ich das ja auch wurde, überlege erst, wer so mies zu dir ist. Wer urteilt, wer zweifelt, wer kritisiert. Und ja atme…bis der Widerstand sich erlöst. Liebe will nicht, Liebe ist.

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