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  • Jana Casotti JC

Parallelwelten existieren doch

Und dafür muss ich noch nicht einmal auf die Enterprise. Nein! Es passiert direkt Hier und Jetzt.

Es passiert in meinem Kopf. In meinem genialen Hirn.

Ja! Mein Gehirn ist einfach grandios. Es plappert immer. Wirklich immer. Zwischendurch werden irgendwelche Synapsen berührt, ich fühle Emotionen, mir werden Bilder gezeigt, Sinnvolles wird in Sinnloses verdreht und schliesslich frage ich mich, wo denn der Tag hin ist, den ich heute erlebt habe.

Kann das ganze Gequassel nicht einfach mal aufhören und ich würde mich gekonnt zurücklehnen und einen Prosecco trinken? Verdammt nochmal! Ich bin es ja bereits gewohnt, dass wenn ich meinen Mund aufmache, es nur so aus mir heraussprudelt. Damit kann ich leben. Aber dass mein Hirn tagtäglich als Paralleluniversum fungiert und mich von dem abhält was ich Realität nenne, das ist absoluter Obershit.


Wer hat hier die Macht

Kennt ihr das?! Ihr sitzt mit einem Menschen im Cafe und unterhaltet euch. Aus dem „Nichts“ beginnt dein Gehirn einen Monolog, ja manchmal auch einen Dialog zu führen, der irgendwie so gar nichts mit der Situation zu tun hat. Irgendwie erinnert mich das gerade an meine Kids, die sagen auch manchmal Sachen, wo ich mich frage, ob irgendwann der Moment kommt, wo Sinnhaftigkeit und rhetorischer Zusammenhang bei ihnen Einhalt gebieten wird. Auf jeden Fall versucht man sich dann unglaublich auf das Gegenüber zu konzentrieren, schaut wahrscheinlich im Gesicht so aus, als wenn man aufm Klo am kacken ist, und bemerkt: „Es bringt alles nichts, dass Gehirn hat die Macht!“ Ich verstehe Null Komma Null. Ja! Das passiert mir, manchmal, ab und zu, öfters! Das Gesprochene zieht an mir vorbei wie Wolken am Himmel und ich höre nur Blablabla.

Aber in mir, da geht die Post ab. Da ist ein Universum, das sich der Vergangenheit und gleichzeitig der Zukunft zuwendet. Da kommen Bilder hoch, an die man seit Jahrtausenden nicht gedacht hat. Da werden Gefühlscocktails gemixt und alles darf am liebsten gleichzeitig geschehen. Alles verblasst im Aussen, und in mir ist remmidemmi. Und eigentlich wollte ich doch mit meiner Freundin den Nachmittag verbringen und nicht mit diesem schwabbeligen Etwas in meiner Birne. Ich möchte im Übrigen noch erwähnen, dass Gespräch mit meiner Freundin ist sicher mega spannend. Zumindest gehe ich davon aus. Jedoch die Gespräche in meinem Hirn einfach intensiver und exzessiver.


Der Moment von Weitsicht

Früher habe ich in solchen Fällen, einfach ziemlich doof in die Weltgeschichte gegrinst und meine Präsenz ist den Jordan hinuntergeflossen. Heute hab ich eine Methode gefunden, diesem inneren Chaos, Frau zu werden. Ich spreche es aus, wie meine Kinder. Ohne Scheiss! Meine Freunde kennen das von mir. Ich quatsche einfach los, sonst würde mein Hirn implodieren und das wäre einfach nicht gut und würde furchtbar aussehen. Ich schenke meiner inneren Welt Raum im Aussen. Ich muss es tun. Es ist manchmal verrückt und macht keinen Sinn, manchmal macht es aber ganz viel Sinn. Ich lass mich da einfach vom Leben überraschen. Es gab auch schon Momente, da durfte ich mich entschuldigen oder mich rechtfertigen, da ich ja wohl eher mit dem Hintern gedacht habe, als eben mit dem bereits sehr oft erwähnten Organ. Ja das Leben hat da schon seine Tücken. Und dennoch gab es in vielerlei Hinsicht mehr erleuchtende Momente als eben niederschmetternde Situationen. Ich habe dadurch gelernt, und das ist etwas, was ich am Anfang am schwierigsten fand, mir Zacken aus meiner Krone zu brechen, hatte ich ja gerade nicht überlegt, was ich sagte. Doch mit jedem neuen Aufeinander zu gehen, wurden fremde Galaxien und dadurch meine Beziehung zum Gegenüber intensiver und vertrauter, da ich mir selbst den Raum schenkte und mir dadurch der Raum geschenkt wurde, das zum Ausdruck zu bringen, was es in diesem Moment eben brauchte. Auch wenn es gerade gar nicht angepasst war.


Kindermund tut Wahrheit kund

Wie oft wurde mir in der Vergangenheit der Mund verboten. Jesses! Eines der wichtigsten Werkzeug eines Menschen, um sich mitzuteilen, um Bande zu knüpfen, um Intimitäten auszutauschen, teilzuhaben am Leben vom Gegenüber, wahren Freundschaften zu begegnen und geniale Beziehungen zu erfahren. Vieles passiert über Kommunikation. Wenn man nicht redet, und bitte, ich meine nicht den Scheiss über den Nachbarn, seinen Hund oder die Krankheiten von Herrn Sowieso oder Politik, das Geschäft, die Situation in was- weiss-ich-denn! (Ich kümmere mich in erster Linie gern erst mal um meinen eigenen Scheiss, bevor ich bei anderen vor der Haustüre kehre. Was ja auch dämlich ist, ausser ich werde dafür bezahlt oder bekomme ein Stück Kuchen.)

Ich rede hier von wahrhaftiger Kommunikation. Diese beinhaltet für mich, von sich selbst erzählen, sich eben mitteilen und gemeinsam Lösungen finden. Ich rede von Momenten, wo man sich allein fühlt, doch dann ist da jemand, der sagt:“ Erzähl!“ und die Einsamkeit ist passè. Ich rede von frei von der Leber weg, sich den Raum zu geben, alles was da ist, eben alles zu sagen, so wie bei unseren wundervollen Kindern! Ich lass sie quatschen! Ja auch wenn es manchmal keinen Sinn ergibt! Gebe ihnen den Raum, sich mitzuteilen, auch wenn der Kopfschüttler zur Routine wird. Und wenn mir das ganze Gesabbel mal zu viel wird, besorg ich mir einen Kindersitter, setz mich in den Wald und lausche der Stille oder tue so als wenn ich arbeite. (Bewusstseinsarbeit ist im Grunde NIX tun und auf innere Impulse warten – sich etwas bewusst machen! ;)) Ansonsten höre ich den Kindern zu. Es ist manchmal echt ein Wunder was geschieht, wenn man sich in Hingabe, auf diese Reality Show einlässt. Was hatte ich schon für lichtvolle Momente in all diesen verrückten Gesprächen mit ihnen. Ja, da sprechen kleine Buddhas mit mir. Und noch was! Vertrauensvolle Beziehungen, ja auch zu den Kleinen, wachsen über offene Kommunikation und nicht über Beschränkungen im Ausdruck. Oh und wenn ich schon mal dabei bin. Bitte lasst Kinder fluchen. Verdammt nochmal warum müssen sie dressierte Affen sein, wenn der Erwachsene doch auch flucht. Auch wenn wir es hinter vorgehaltener Hand tun oder wenn es die Anderen nicht hören, wir fluchen! Das ist nun mal die Scheiss – WAHRHEIT! Warum verarschen wir die kleinen Grossen? Mir kann niemand erzählen dass er nicht ausruft! Aber es wird verlangt von den Kids. Und sonst werden sie bestraft. Ganz toll! Und am Ende haben wir, ihr Vertrauen verloren, weil sie es längst durchschaut haben. Bravo!

Niemand stirbt an einem ausgesprochenen Wort, (ausser in diktatorischen Systemen, ich weiss, aber wir leben soweit ich weiss in einer Demokratie) aber viele werden krank oder sterben an unterdrückten Emotionen, die sich dann über den Körper als Krankheit manifestieren.

Schenken wir uns gegenseitige Kommunikation und ich meine jetzt nicht nur die Liebevolle. Es gibt auch auseinandersetzende, stark emotionale, ja vielleicht sogar lebensverändernde Kommunikation. Sprechen wir aus dem Herzen unsere Wahrheit, die uns berührt und andere Welten auch berühren dürfen. Geben wir uns den Raum, wir selbst zu sein und den Mut zu haben, das mitzuteilen, was uns wirklich beschäftigt. Wie die Kinder! Schenken wir unserer Wahrheit Raum, auch wenn sie im ersten Moment, erschreckend vielleicht sogar ernüchternd sein kann. Im Nachhinein wird sie jedoch unendlich heilsam sein. Entdecken wir neue Welten und lassen uns auf Paralleluniversen ein und bringen das zum Ausdruck, was uns bewegt. Und bitte bei all dem nicht vergessen zu atmen!

In diesem Sinne, eure JC

P.S. Alles was ich schreibe entspricht meiner Wahrheit. Hast du eine andere. Top. Läuft. Let it FLOW!




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