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  • Jana Casotti JC

My sweet Terminator – #SocialPowerMensch


Ist eine Hommage an die neue Zeit der neuen Technologien und der Vereinfachung unserer Lebensform, gleichzeitig aber auch eine Warnung vor der Vereinsamung und Isolation des Menschen in einer digitalen Welt, die wir nur noch vom Bett aus zu regieren müssen, ohne auch nur ansatzweise miteinander in körperlichen Kontakt zu kommen.

Ja ich weiss, es gibt menschliche Momente oder Ergüsse, wo ich auch froh bin, dass ich einfach nur mein Handy in die Hand nehmen muss und nicht dem Nachbarn begegnen, weil er Gerüche von sich verbreitet, die nicht meiner Nase tauglich sind.

Oder erinnern wir uns an heisse Tage im August und wir dürfen mit dem Personennahverkehr, die Betonung liegt hier auf NAH, gemeinsam mit 300 anderen Menschen und ja ich übertreibe, wie Sardinen in einer Büchse, zur Arbeit fahren.

Ja es gab auch Zeiten, da wusste ich auch noch nicht wie es geht, höflich, dennoch distanziert, nicht jeden umarmen zu müssen, sondern einfach nur die respektvolle Hand zu geben oder einfach nur von Weitem zu winken.

Und das ist jetzt alles möglich.

Gut, war es vorher auch schon, hat sich aber keiner getraut.

Nun passiert aber etwas anderes.

Social D(ist)ancing.

Eine perfide Form, des sich gar nicht mehr Berührens.

Um Gottes Willen, keinen menschlichen Kontakt mehr zu haben.

Ein Sterben sobald ich jemanden umarme oder zu Nahe komme.

„Weiche von mir, oh Satan!“ oder so.

Ja, ich bringe es für mich auf den Punkt.

Ich gestehe mir zu, zu wissen das ich gesund bin.

Also umarme ich die Menschen, die ich liebe oder zumindest mag.

Alle Anderen, ja zu euch habe ich nicht so einen Bezug, deshalb lasse ich es.

Und ja ich bin gesund. Wirklich. Deshalb trage ich auch keine Maske. Weil die würde ich nur tragen, wenn ich krank wäre. Logisch.

Und dennoch bin ich unsagbar glücklich über gewisse neue menschliche Formen.

Abstand halten…ich liebe es. Nie wieder den Atem von Jemandem, den ich nicht kennenlernen möchte, in meinem Nacken. Was für ein Segen.

Keine drei Küssli aus Anstand, weil man das so macht.

Kein, Kinder ihr müsst allen die Hand geben, obwohl ihr es widerlich findet. Ich eingeschlossen. (Ich erinnere mich gerade an komische Onkels von früher)

Ja, das ist was ich lieben gelernt habe.

Und doch spüre ich eine klitzekleine Gefahr im menschlichen Miteinander, sollte die Angst vor dem Ableben überwiegen.

Vielleicht spüre ich aber auch die Angst vor dem direkten Kontakt mit Menschen, da wir in einer Zeit leben, wo es ja anscheinend nicht mehr von Wert ist, sich persönlich zu zeigen.

Gibt es doch Filter und Profile auf Handys und I Pads.

Habe ich doch die Möglichkeit, der realen Welt aus dem Weg zu gehen und alles nur noch Online zum Ausdruck zu bringen.

Oh welch wunderschöne Möglichkeiten, kann ich doch faken und mich so zeigen, wie ich gern wäre und vielleicht wollen andere Menschen ja auch so sein.

Eine wundervolle Traumwelt, die nur einen Knackpunkt hat: „ DU VERLIERST DICH SELBST in dieser Matrix!“

Du verlierst den Bezug zur Realität.

Zu Menschen und gleichzeitig zu dir.

Du glaubst was du siehst und hörst aus den Medien und kannst nicht mehr unterscheiden, was tatsächlich so ist oder was nur Schein ist.

Nicht dass ich das Verurteile, sicher nicht.

Und dennoch spüre ich, den Hinweis zu geben, sich in seinem Umfeld tatsächlich umzusehen und zu beobachten, was Realität und was Fake ist.

Und weil es so schön ist, habe ich auch noch einen kleinen Schwank aus meinem Leben:

„Ich glaubte eine gewisse Zeit und ja ich war isoliert und vereinsamt für einen gewissen Zeitraum in meinem Leben, dass es nur noch schlanke Menschen gibt und geben muss und ich die fetteste Kuh auf der ganzen Welt war. Woran das lag, weil ich mich nur noch in so einer Welt aufhielt – medial aber auch gesellschaftlich mental beeinflusst.

Bis ich im Sommer den Schritt ins Freibad wagte.

Oha!

Was für eine Überraschung!

Mein Weltbild änderte sich schlagartig.

Ich war im Mittelfeld meiner Wahrnehmung.

Der Schein der Medien trügte und ich erkannte den Fake von Menschen, denen ich glaubte.

Der Sinn dieser Geschichte!

Geh unter Menschen!

Menschen, die dir sagen, was wirklich zählt.

Menschen, die dich unterstützen und motivieren im Menschsein.

Menschen, die dich als wertvoll erachten und mit dir verbunden sein wollen, weil du bist wie du bist.

Verbinde Digitalisierung und Menschsein miteinander und lass dich überraschen, wie eine neue Lebensqualität entsteht.

So und jetzt noch ein paar Worte zu der Überschrift meiner Kolumne.

Es ist nicht neu, dass wir Technologien bereits verwenden. In der Medizin, aber auch in der Produktion und anderen Bereichen, werden sie eingesetzt zum Wohle unser Aller. Und ja, bis jetzt dienen sie uns in einer Form der Erleichterung und Präzisierung. Das wird auch immer Sinn machen und wichtig für uns sein. Jedoch möchte ich den Mensch an dieser Stelle dazu befähigen, sich selbst nicht zu vergessen, mit sich selbst und Anderen in Kontakt zu kommen und als soziales Wesen tätig zu bleiben und zwar im spürbaren Kontakt miteinander.

Denn wenn ich etwas weiss, dann, dass eine Umarmung mehr Liebe und Vertrauen schenkt als jedes geschriebene oder gesprochene Wort.

Und das geht eben nur im zwischenmenschlichen Kontakt.

Falls euch dieses Thema auch so brennend interessiert wie mich, freue ich mich euch mitzuteilen, dass es am 21. November 2020 dazu einen Workshop in Schindellegi SZ gibt.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular unter www.carinawalser.ch/neue-welt

In diesem Sinne, euch alles Liebe, eure JC

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Kontakt

Jana Casotti

Spitzackerstrasse 5

7310 Bad Ragaz

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Tel: 079 440 03 45

​jana.casotti@bluewin.ch

 

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