Suche
  • Jana Casotti JC

Die grosse Ent – täuschung…

…ist das Ende einer Täuschung. Meistens von sich selbst. War man doch nicht imstande sich selbst treu zu sein, sondern sich selbst zu prostituieren und den Erwartungen der Anderen loyal zu begegnen.

Jeder Mensch möchte auf gewisse Art und Weise gefallen, ja vielleicht sogar gerecht werden, dient es ihm doch im Kindesalter zum ÜBERLEBEN, solange man abhängig von erwachsenen Menschen ist. Man lernt sehr früh, gerecht sein zu wollen um nicht bestraft zu werden, man geht Wege, die man einem vorgekaut hat, um nichts falsch zu machen. Bis die Pubertät beginnt. Das erste Mal spürt man eine innere Unabhängigkeit, einen Drang auszubrechen aus Strukturen. Man ist sich das erste Mal seines Selbstes bewusst und möchte eigene Wege gehen. Eine innere Zerrissenheit beginnt. Für was entscheide ich mich. Den konventionellen Weg, der mich auf seichten Gewässern begleitet oder den aussergewöhnlichen Weg, der Sturm und Abenteuer bedeutet, aber auch zum „vermeintlichen“ Untergang führen kann – weiss man ja nicht wo das Gefühl einen hinführt. Jedoch ist man sich sicher, dieser Weg führt zu mir.


Wer begleitet mich dabei

Nun stellt sich die Frage, mit wem darf ich diesen Weg gehen. Habe ich Menschen um mich herum, die an mich glauben und mir treu zur Seite stehen und mir den Mut machen, meinem Herzen zu folgen oder bin ich an der Seite von Menschen, die gar nicht wollen, dass ich einzigartig bin, sondern angepasst und somit kontrollierbar. Die sich ungeliebt fühlen sobald man sie verlässt oder sogar hintergangen oder einem den Vorwurf machen, eine grosse Enttäuschung zu sein. Hatten sie doch selbst nie den Mut aus ihrem eigenen Gefängnis auszubrechen und neue und eigene Wege zu gehen. Viele sprechen in diesem Moment von Liebe, doch ist es eine gnadenlose Lüge. Die meisten haben eine scheiss Angst vor Verlust oder Einsamkeit, weil sie es nicht gewohnt sind, mit sich selbst gern zusammen zu sein oder haben es auch nie gelernt, sich um sich selbst zu kümmern. Sie glauben im Modell Familie einen Hafen gefunden zu haben, der ihnen Halt und Sicherheit gibt, aber auch dazu beiträgt Strukturen und Normen zu verlangen, damit alles unter Kontrolle ist und Macht ausgeübt werden kann. Freiheit und Unabhängigkeit würden eher ins Chaos führen und eine eigene Souveränität abverlangen, die bis dato ja noch gar nicht als Option gesehen wurde.

Manipulation auf höchstem Niveau sind in solchen Momenten, möchte sich jemand befreien, an der Tagesordnung. Zählt man doch auf diesen Menschen als Basis für die eigenen Bedürfnisse. Alles würde zusammenbrechen. Kein Stein bliebe mehr auf dem Anderen. Eine Neuordnung wäre von Belang.

Damit das nicht passiert, beginnt man Menschen, die nach Freiheit schreien und ihre inneren Fesseln lösen möchten, ein schlechtes Gewissen einzuflössen.


Negativität bekommt eine ganz neue Bedeutung

Und das ist erst der Anfang. Schuldzuweisungen werden ausgesprochen. Man hätte etwas zerstört, wäre enttäuscht. Das hat man so nicht erwartet. Es wäre doch die Pflicht gewesen, alles am Laufen zu halten und nicht seinem Herzen zu folgen. Wie kam man nur auf die Idee, seinen eigenen Weg zu gehen, sich aus Konventionen zu lösen. Sich selbst gerechter zu werden als allen Anderen. Sich selbst gefallen zu wollen, und nicht dem Umfeld.

Was für eine Tragödie. Was für eine Enttäuschung.

Und auch hier gibt es wieder zwei Optionen: sich dem Umfeld beugen und bleiben oder sich selbst den Aufbruch in unbekannte Gewässer erlauben. Und im gesellschaftlichen „alten“ Sinn das schwarze Schaf sein.

Ja so kann es gehen, wenn man sich selbst treu ist und man den Weg des Herzens beschreitet. Man wird zum Buhmann und zur Buhfrau. Und glaubt nichts wert zu sein.

Bis an jenem Tag, an dem man erkennt, wie wertvoll es war, auszubrechen. Der Tag des Grinsens! Von einer Sekunde auf die Andere fragt man sich, was so falsch daran war, sein eigenes Leben zu leben. Man erkennt sich selbst und ist unendlich stolz auf sich, diesen Weg gemeistert zu haben und zukünftig zu wissen, ein aussergewöhnliches Leben gelebt zu haben. Aus einer grossen Enttäuschung, die von Menschen in der Angst geprägt wurde, da man ihren Vorstellungen nicht entsprach, wird ein riesiges Geschenk.

„Nimm den Segen und vergiss den Fluch!“ sagte mir mal ein weiser Freund.


Was früher einmal falsch war, ist heute richtig

Wir müssen nicht mehr anderen gefallen, sondern nur noch uns selbst. Wir dürfen jederzeit das tun, was wir wollen, da es da draussen Menschen gibt, die einem dabei applaudieren. Wir leben in einer Zeit, in der Tabuthemen immer kleiner werden, dafür aber immer mehr erlaubt wird. Kinder geniessen heute schon eine ganz andere Erziehungsweise als vielleicht noch vor 40 Jahren als es noch Schläge für jedes Fehlvergehen gab. Heute sehe ich Eltern, die schon ganz neue Wege mit ihren Rabauken gehen, die auf ganz anderen Methoden beruhen. Viele Erwachsene erkennen derzeit, dass der Ursprung des Verhaltens ihrer kleinen Persönlichkeiten meist in konditionierten Selbstsabotageprogrammen zu finden und zu lösen sind, anstatt dem Kind die Schuld für Fehlverhalten aufzudrücken. Den Menschen, denen ich begegnen darf, gehen in die Eigenverantwortung und schauen erst einmal bei sich, wo der Hund begraben ist. Gab es doch in der Vergangenheit noch vermehrt autoritäre Erziehungsweisen, die heute nicht mehr zeitgemäss sind. Je rebellischer ein Kind ist, umso stärker sind die Normen und Strukturen im Erwachsenenumfeld und umso mehr ist es an der Zeit, das Fesseln gesprengt werden, die uns diese kleinen Knirpse aufzeigen. Gesellschaftlich beginnt ein Wandel, der uns dazu befähigt und uns unterstützt, neue und eigene Wege zu gehen und als Vorbild zu dienen, dem Herzen zu folgen. War da früher noch sehr viel Angst und Schrecken, vor diesem neuen Bewusstsein, hat eine neue Zeit begonnen, in der es wellenartig immer klarer wird, dass wir neuen Impulsen folgen dürfen. Das Herz und sein Gefühl spielen dabei eine wesentliche Rolle. Da wir geführt werden zu Menschen und Orten, die uns wohlgesinnt sind. Menschen, die denselben Geist vereinen, die sich in Freundschaft begegnen und miteinander zum Wohlgefühl der Gesellschaft beitragen.


Ich möchte nicht bestreiten, dass auch Gegner meiner Sichtweise existieren und das ist auch gut so, denn erkennen kann ich mich eben auch im Gegenpol meines Selbstes.

Und schon wieder ist ein Tag des Grinsens!


In diesem Sinne wünsche ich euch einen Tag neuen Bewusstseins über euch selbst und euer Umfeld. Verbringt Zeit mit Menschen, die euch verstehen, die gleicher Meinung sind wie ihr, die demselben Ruf „des Herzens“ folgen wie ihr. Denn dann werdet ihr erfahren, wie es ist auf dem „richtigen“ Weg zu sein. Und werdet erkennen wie grossartig es ist eine riesige ENT- Täuschung zu sein!

Denn dann lebt ihr eure Wahrheit, eure JC.




9 Ansichten
Kontakt

Jana Casotti

Spitzackerstrasse 5

7310 Bad Ragaz

​​

Tel: 079 440 03 45

​jana.casotti@bluewin.ch

 

Name *

E-Mail-Adresse *

Betreff

Nachricht